Szentgál
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Mittel-Transdanubien
Im Herzen des Bakony, im Quellgrund des Séd, umgeben von Bergen liegt dieses Dorf, das 1328 sein Prärogativrecht zugestanden bekam und von königlichen Jägern bewohnt wurde, zu deren Pflichten es gehörte, den Königshof mit Wild und gegerbten Fellen zu beliefern. Die Dorffluren sind weitläufig ind die im Szentgáler Becken zu findenden Hangund Flurbezeichnungen können nur noch an die im Mittelalter besiedelten Minidörfer erinnern, deren Existenz die Zeit und vor allem die Türkenkriege vergessen ließen. Einzig und allein Szentgál gelang es, sich diesen Prozess zu entziehen, denn es entwickelte sich zum bevölkerungreichsten und großflächigsten Dorf im Komitat Veszprém im Verlaufe des 18. Jahrhunderts. Seine Einwohner gehörten zum einen Teil der römisch-katholischen zum anderen der reformatischen Konfession an.
In der im Zopf-Stil erbauten katholischen Kirche steht ein Altar, dessen zentrales Gemälde die "Geburt der Jungfrau Maria" darstellt - ein Werk des bekannten Barockkünstlers Johann Ignaz Cymbal.
Szentgál ist der Geburtsort des großen ungarischen Sprachwissenschaftlers Lajos Lőrincze, der sich unermüdlich für ein gepflegtes Ungarischh einsetzte. Ihm zum Andenke richteteman vor Kurzen im Heimathaus eine Gedenkstätte ein.
Am Dorfand trifft man auf eine europaweit bekannte Eibenflur, die unter Naturschutz steht und somit wahrhaft unberührte Fauna verköpert. Auf der von Erosionsschluchten gefurchten Hochlandfläche gedeihen neben Eichen-, Buchen-, Eschen- und Nadelbäumen auch Pilze und Heilkräuter.








