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Csopak

Telefon Rufnummer:
87
Bevölkerung:
1605 Kopf
Ort:
2398 km2
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Das gegliederte Balaton-Ufer, die beiden von Schilf umgebenen Buchten, die Reihen der Weinstöcke an den Berghängen mit den dazwischenliegenden Kellern und der mit Wald bedeckte "Csákány" -und "Öreg" -Berg nördlich der Gemeinde machen die besondere Schönheit der Siedlung von Csopak aus.

In der Mitte des Dorfes findet man im Stil der volkstümlichen Baukunst vergangener Zeiten eng nebeneinanderstehende alte Häuser, die sich gegenseitig zu stützen scheinen. Wer mit diesem Stil vertraut ist, dem zeigt sich hier das Gefühl unserer Vorfahren für Proportionen, ihr weiser Sachverstand und ihr Sinn für Schönheit. Das Siedlungsgebiet war seit Jahrtausenden bewohnt. Hier wurden Überreste aus der Zeit der Kelten, Awaren und der Römer gefunden. Schon die Römer beschäftigten sich in dieser Umgebung mit dem Weinbau.

Der Name der Gemeinde wird von einigen für türkischen von anderen für slawischen Ursprungs gehalten. Manche vertreten auch die Meinung, dass Árpád das Gebiet seinem Helden "Sopok" schenkte.

Ein Tauschvertrag des Veszprémer Domkapitels aus dem Jahre 1277 ist das erste Dokument, in dem der Name "Csopak" erwähnt wird. Der Veszprémer Bischof Albert Vetési, der einer der bevorzugten Diplomaten des Königs Matthias war, hatte hier Besitzungen. Die Leibeigenen, die auf den Feldern des Domkapitels arbeiteten, hatten schon von König Ladislaus die Steuerfreiheit erhalten. Dieses Privileg bekräftigte auch König Matthias. Zur Zeit der anderthalb Jahrhunderte währenden Türkenherrschaft wurden die Siedlungen fast völlig entvölkert. Am Anfang des 18. Jahrhunderts kamen dann Siedler aus Szeben und Szerénység, die das Dorf wieder zum Leben erweckten.

In den Jahren um 1750 entstand die "Freie Berggemeinde Csopak", deren Siegel bezeugt, dass der Weinbau die wichtigste Einnahmequelle des Dorfes war.

Zu dieser Zeit wurde in den Mühlen am Csopaker Séd-Bach auch das Getreide gemahlen, das man auf Prahmen (schwere Lastkähne) vom Somogyer Ufer hierher befördert hatte. Viele Familien suchten sich mit Eisfischen und Schilfrohrschneiden eine Möglichkeit zum Lebensunterhalt zu schaffen.

Die heutige Gemeinde entstand aus drei Dörfern: dem im Nosztorital liegenden Nosztre, dem am Ufer liegenden Csopak und dem oberhalb der heutigen Bahnlinie liegenden Kövesd. Die Bevölkerung arbeitete im Weinbau, und als in den 20-er Jahren die Badekultur begann, vermietete man anfangs der "gute Stube" des Hauses an Gäste, später baute man kleinere und größere Villen. Als dann die großen Erholungsheime entstanden, wurde der Fremdenverkehr neben dem Weinbau eine gleichrangige Quelle für den Lebensunterhalt.

Die malerisch schöne Umgebung von Csopak zieht Künstler und Naturfreunde sowie Erholungssuchende an. Die Besucher finden hier den Badestrand am Wasser, das besondere Bukett des Csopaker Weines, das erfrischende Sauerwasser und den wunderschönen Rundblick vom "Sándor-Endrődy" -Aussichtsturm auf dem Csákány-Berg und nicht zuletzt die Gastfreundschaft der Dorfbewohner.