Balatonföldvár
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Balaton/Plattensee
Balatonföldvár
Balatonföldvár liegt im nördlichen Teil des Komitats Somogy, am südlichen Ufer des Balaton, in einem, auf den See blickenden Tal. Die Stadt mit ihren 2300 ständigen Einwohnern ist eine der tüchtigsten Erholungsorte am Balaton, mit vielen Parkanlagen und Blumen.
Ein bedeutendes Denkmal der Geschichte von Balatonföldvár ist eine Feldburg (= földvár) aus der Eisenzeit, die der Namengeber der Stadt ist. Nach den archäologischen Funden lebten im 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung Kelten in der Gegend. Vom Süden schützte die Festung ein Erdwall, vom Norden die Schlucht des Hochufers (=Magaspart) und der See. Im 18.-19. Jahrhundert wurde sie noch Földvár-puszta genannt, und war ein Teil der Güter der Familie Széchenyi. Die Familie entschied sich, auf ÜBerredung des berühmten Artes Professor Frigyes Korányi, auf dem wunderschönen, unbewohnten Gebiet einen Badeort zu gründen. Die Anziehungskraft des schönsten Tales von Nord-Somogy, sowie die günstigen Naturverhältnisse gaben den Gedanken. Das erste Hotel wurde 1895 gebaut, die Badeanlage wurde 1896 offiziell eröffnet. Damals gab es schon 40 wunderschöne Villen für die Gäste. Die prachtvolle Umgebung von Balatonföldvár lobt die Arbeit des herrschaftlichen Ingenieurs István Spúr und des herrschaftlichen Gärtners József Schilhán. Der Hafen wurde zu dieser Zeit gebaut. Die 1200 m lange, von Platanen begrenzte Uferpromenade wurden am Anfang des 20. Jahrhunderts übergeben. Die Promenade trägt heute den Namen Kvassay-Promenade. Die an der Jahrhundertwende gebauten Villen von Balatonföldvár atmen eine altehrwürdige Stimmung, 47 Villen stehen unter lokalem Denkmalschutz. Die ältesten Gebäude sind in der Petőfi utca zu sehen. Das erste Gebäude der Strasse, ehemals Villa von Jenő Rákosi, ist heute das Rathaus. Spazieren wir weiter, und können das Ferienhaus der ungarischen Schauspielerin, Gizi Bajor sehen; sowie das schönste Gebäuede der Stadt, den Korányi-Schloss; und das "Kulipintyó" der Familie Széchenyi.
Der Hafen ist die Hochburg des heimlichen Segelsports. Hier befindet sich auch die sogenannte Taubeninsel, die durch die Ausbaggerung des Sees zustande kam. Auf der 40 m hohen Läßmauer gibt es eine Promenade, die sogenannte Kelta sétány, woher sich ein schönes Panorama auf die Tihanyer-Halbinsel bietet, und das ist der einzige Patz, woher die beiden Becken des Balaton sichtbar ist. Hier sind auch die Überreste des keltischen Erdwalls zu sehen.
Der neueste Stolz von Balatonföldvár ist das 1994 übergebene Gemeinschaftshaus "Gizi Bajor", das das Zentrum der lokalen Veranstaltungen ist. Hier bekamen auch die städtische Bibliothek und das Tourinform Büro Platz. Mit traditionell veranstalteten Stadtprogramme färben die Mitarbeiterinnen des Kulturzentrums die Tagen der Urlauber. In der Mitte Juni, an einem Wochenende wird die Großveranstaltung zur Saisoneröffnung, das Földvár Festival veranstaltet, das mit der Gründung der Erholungsanlage verbunden ist. Im zweiten Teil Juni werden im Rahmen der Földvárer Tage verschiedene Konferenzen und klassische Musikkonzerte veranstaltet. Das Balatoner Folkloretreffen wird seit 1962 am Ende Juli veranstaltet: 10-12 einheimische und ausländische Volkstanzgruppen führen Vormittag ihre Programme vor, Nachmittag setzen sie mit Marschtanz, am Abend mit einer Gala das Programm fort. Zwei Tage lang dauern im August das Fest des Tages von Stephan der Heilige (Ungarisch-Bayerisches Treffen): hier werden die wegen der Heirat des Königs Stephan des Heiligen und der bayerischen Gisela existierenden, mehr, als 1000 Jahre alten Beziehungen zwischen Ungarn und Bayern noch weiter vertieft. An der zweiten Wochenende von September erwecken die örtliche zivil Vereine die Stimmung der zur Jahrhundertwende berühmten Földvárer Kirchweihfeste und des Weinlesefestivals.
Während der 90-er Jahre entwickelte sich Földvár zum Zentrum einer Kleinregion, und wurde 1992 zur Stadt ernannt. In 1994 gewann den "Europa-Preis" für ihre Sauberkeit, Ordnung und Blumenpracht. 1995 wurde sie beim Preisausschreiben "für ein blumiges Ungarn" den ersten Preis errang, und seitdem ist sie weiterhin jedes Jahr unter den Preisgekrönten.
Kőröshegy ist mit Balatonföldvár beinahe zusammengebaut, in seiner um 1460 gebauten, gotischen Kirche werden schöne Sommerkonzerte veranstaltatet. Die Siedlung ist auch ein berühmtes Reitzentrum, und mehrere Weinkundigen der Kőröshegy Weinberg-gemeinde sind schon Mitglieder der Süd-Balatoner Weinstrasse.
Die rote Touristenmarkierung führt vom Bahnhof auf den Gipfel Lucs-tető. Von hier hat man ein wunderschönes Panorama auf den ganzen Balaton und auf das Hügelland von Somogy. Wenn wir die rote Markierung noch 10 km lang folgen, gelangen wir zu den Burgruinen Fejérkő-vár von Kereki. Die Burg wurde nach ihrem weißen Verputz benannt. Die Burgruinen können auch aus der Gemeinde Kereki erreicht werden. Vor der Mauer gibt es ein schöner Ausblick auf die Tihanyer-Halbinsel.
Balatonföldvári szállások:
Müller Jánosné Vendégháza, Balatonföldvár











